Immer wieder hört man die Frage: L-Nummer... Was ist das eigentlich und wo kommen die her?
Die L-Nummern wurden 1988 ,aufgrund der hohen Anzahl Importierter (noch nicht wissenschaftlich beschriebener) Welse, von der Zeitschrift Datz und dem dortigen Redakteur Rainer Stawikowski erfunden. Das L steht für Loricariidae (Harnischwels), die Zahl dahinter ist die fortlaufende Numerierung in der Reihenfolge der Veröffentlichung.
Die L-Nummern haben sich weltweit durchgesetzt und einen grossen Vorteil gegenüber den Phantasienamen (Zombie Pleco, King Tiger Pleco,...) der Händler: Der Aquarianer hierzulande meint mit zb. L14 den selben Wels wie der Fänger in Brasilien. Dadurch lassen sich auch die Haltungsbedingungen und Erfahrungen mit einzelnen Welsen leichter untereinander diskutieren und austauschen (siehe zb. l-welse.com).
Die L-Nummer wird auch bei Welsen angewandt die optisch schon wissenschaftlich beschriebenen ähneln, aber zb. der Fundort abweicht und es es sich somit evtl. um eine Neuentdeckung handelt. Wird ein Wels später identifiziert oder wissenschaftlich beschrieben, ist die L-Nummer hinfällig. Beispiel: L46 jetzt beschrieben als Hypancistrus zebra (Isbrücker & Nijssen, 1991). Somit hat die alte L-Nummer ihre Gültigkeit verloren (auch wenn viele sich nicht davon trennen können). Die L-Nummern sind also nicht endgültig sondern als Globales Hilfsmittel anzusehen.
(L-Nummern Listen: L001-L100, L101-L200, L201-300, L301-L400 L401-L500)
LDA-Nummer?
Tja, um es dann noch ein wenig spannender zu machen: Es gibt auch noch die sog. LDA-Nummer... Dieser Nummern Code wurden im Jahr 1992 von der Zeitschrift Das Aquarium mit dem dortigen Autoren Erwin Schraml erfunden. LDA ist in diesem Fall die Abkürzung für: Loricariidae Das Aquarium.
(LDA-Nummern Liste LDA1 bis LDA97)
LG-Nummer?
Im übrigen gibt es noch die LG Codeziffern die von Evers und Seidel bei den Recherchen zu ihrem Welsatlas1 entstanden. Grund hierfür waren die Arten, die trotz genauer Prüfung keiner der beschriebenen Gattungen zugeordnet werden konnten. In diesem Fall steht das LG für Loricaridae Gattung. Im ersten Band sind nur 8 LG Codeziffern vergeben. Jede Codeziffer steht hier für eine Gattung die noch nicht existiert und nicht für eine neue Art wie häufig angenommen wird! Für den zweiten Band des Welsatlas ist aber schon angekündigt das sich die Anzahl deutlich erhöht und auch einige der L-Welse zusätzlich eine LG Codeziffer erhalten. Die Verfasser erhoffen sich dadurch eine bessere Übersicht über die schwer bis gar nicht in Gattungen einzuordnenden Arten.
(LG Codeziffern 1 bis 8)
(LG Codeziffern 9 bis 15)